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Einsatzleitzentrale

Täglich 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr ist die Einsatzleitzentrale des DRK-Düsseldorf besetzt.
Das Team aus acht festangestellten Mitarbeitern und elf Aushilfen sorgt im Schichtdienst dafür, dass Rettungs und Hausnotrufdienst für die Düsseldorfer immer erreichbar sind. Zudem koordiniert es viele zusätzliche lebenserhaltende und -rettende Dienste. In der Einsatzleitzentrale (ELZ) laufen alle
Fäden zusammen. Durchschnittlich gehen täglich etwa 400 Notrufmeldungen ein. Im Jahr 2016 steuerten und überwachten die rettungsdienstlich ausgebildeten Disponenten insgesamt rund 145 000 aktive Meldungen.

An den DRK-Hausnotrufdienst sind fast 16 000 Menschen angeschlossen. Sollte ein in Düsseldorf wohnhafter Kunde aktive Hilfe benötigen, wird auch diese in der ELZ eingeleitet. Im vergangenen Jahr disponierten die Rotkreuz-Mitarbeiter 4.536 solcher Hausnotrufeinsätze. Zudem planen sie Intensivverlegungen, koordinieren die Blutsuche und organisieren Blut- und Organtransporte. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, dass wichtige Notfallmedikamente vorgehalten und teilweise europaweit ausgeliefert werden.
Die ELZ ist auch der Meldekopf der Düsseldorfer Hilfsorganisationen. Im Klartext: In der ELZ beim Roten Kreuz werden die Maßnahmen aller Hilfsorganisationen bei Großeinsätzen und besonderen Einsatzlagen koordiniert.

Geht ein Notruf beim DRK ein, landet er zunächst im Alarmpostprogramm und blinkt als aktiver Notruf auf. Ein Disponent erkennt direkt, ob es sich um einen Hausnotruf oder eine andere Art Notruf handelt, und baut eine Sprechverbindung zum Hilfesuchenden auf.
Sollte kein persönlicher Kontakt möglich sein, wird ein Hausnotruffahrer für die Ersthilfe entsendet und parallel der Rettungsdienst verständigt.
Der ELZ-Mitarbeiter benachrichtigt in der Zwischenzeit die Angehörigen des Patienten.

Aufwendige „Blutsuche“

Das DRK-Düsseldorf bietet auch einen Medizinischen Transportdienst (MTD) an. Dafür stehen speziell ausgestattete Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen vor allem Blutpräparate, Organe, Proben, medizinische Geräte und Notfallmedikamente transportiert werden können.
Bei zeitkritischen Engpässen in der Versorgung mit Blutkonserven oder nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem für die Behandlung der Verletzten eine Massentransfusion ansteht, organisiert die Einsatzzentrale eine sogenannte „Blutsuche“.
In einem aufwendigen Verfahren suchen die Mitarbeiter über eine Datenbank Konserven der benötigten Blutgruppen in ausreichender Menge, veranlassen die Abholung sowie die schnelle Zustellung in die Krankenhäuser.

Notfalldepot für Medikamente

Für ein Pharmazieunternehmen führt das DRK-Düsseldorf überdies das Notfalldepot für seltene und teure Medikamente.
Hier werden beispielsweise spezielle Antidots für die Blutgerinnung, Bronchospasmin oder Gegenmittel, die bei einer Vergiftung helfen, bevorratet. Auf Anforderung des Herstellers liefert der MTD die Medizin an Kliniken in ganz Europa.
Die Verwaltung für das Genehmigungsverfahren koordiniert die ELZ.
Das ist ähnlich zeitintensiv wie die Disposition der ebenso beim DRK gelagerten Polykarbon-Cool-Pads, die zum Herunterkühlen der Körpertemperatur und somit zur Senkung des Sauerstoffbedarfs reanimierter Patienten benötigt werden.

Jeder ELZ-Mitarbeiter trägt eine große Verantwortung, schließlich kann ein Leben davon abhängen, wie
schnell ein Notruf entgegengenommen und bearbeitet werden kann.

Ihr Ansprechpartner

Dustin Laube
Teamleiter Einsatzleitzentrale

Erkrather Str. 208
40233 Düsseldorf
Tel: 0211 2299-22
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