Der Suchdienst ist seit über 150 Jahren eine originäre Aufgabe der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und wahrt das humanitäre Recht zu erfahren, wie es den eigenen Angehörigen geht oder was aus ihnen geworden ist.
Die humanitäre Arbeit des DRK-Suchdienstes wird seit 1953 vom Bundesministerium des Inneren institutionell gefördert.
Der DRK-Suchdienst unterstützt Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Vertreibung, Flucht oder durch Migration voneinander getrennt wurden, den Kontakt wieder herzustellen und nach ihren Familienangehörigen zu suchen.
Jedes Jahr wenden sich zehntausende Menschen an den DRK-Suchdienst. Viele der Anfragen betreffen auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Schicksalsklärung Kriegsvermisster.
Die Zentrale Namenskartei mit ca. 50 Millionen (digitalisierten) Karteikarten enthält Informationen zu den Schicksalen von mehr als 20 Millionen Menschen, die in Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen vermisst wurden. Neu erschlossene Daten aus den Archiven der Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR bringen häufig erst jetzt Gewissheit für die Angehörigen. Noch immer ist der Verbleib von 1,3 Millionen Menschen nicht abschließend geklärt.
Der DRK-Suchdienst hilft auch bei Suchanfragen von Menschen, die aktuell auf der Flucht den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Viele Schutzsuchende in Deutschland stammen u.a. aus Afghanistan, der Ukraine sowie Syrien, dem Irak und Somalia und haben auf den Migrationsrouten nach Europa verschiedene Länder passiert. Im Rahmen seines internationalen Netzwerks arbeitet der DRK-Suchdienst mit Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften weltweit und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz.
Besteht der Wunsch nach einer Familienzusammenführung in Deutschland, berät der DRK-Suchdienst zu den rechtlichen Voraussetzungen und unterstützt im Visumverfahren. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier: Familienzusammenführung
Der DRK-Suchdienst berät darüber hinaus deutschstämmige Personen aus Ost-, Südosteuropa und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion sowie ihre Angehörigen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Aufnahmeverfahrens nach dem Bundesvertriebenengesetz für das Einreiseverfahren von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern oder zur Anerkennung einer möglicherweise bestehenden deutschen Staatsangehörigkeit.
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung verfügen wir über fundierte Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen und enge Kontakte zu Institutionen und anderen Hilfsorganisationen im In- und Ausland.
Die Beratung ist natürlich vertraulich und für Sie kostenlos.
Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Terminvereinbarung nötig ist, um die Wartezeiten möglichst klein zu halten. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.
Sie erreichen uns in der Zeit von:
montags bis freitags: 08:30 bis 16:30 Uhr
Wir vergeben Termine nach Vereinbarung
Hilke Engfer
Familienzusammenführung und Suchdienst
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Potsdamer Straße 41
40599 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 2299 5852
Fax: 0211 - 2299 5851
E-Mail: hilke.engfer@drk-duesseldorf.de